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München Sehenswürdigkeiten

Hier finden Sie einige sehr interessante Sehenswürdigkeiten in München. Ob Technik im Deutsche Museum, Kunst in der Pinakothek oder Filmspaß in der Bavaria Filmstadt - ein Besuch zu den München Sehenswürdigkeiten und Highlights lohnt sich auf jeden Fall.

Für noch mehr Informationen über München und Umgebung gucken Sie doch mal in unsere Reiseinformationen und in unsere Rubrik München Bilder.


© Bimbelmoser / Wikimedia Commons

Deutsches Museum

Das Deutsche Museum (offizieller Name: Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik) steht auf einer Isarsandbank, die 1903 von der Stadt München als Bauplatz gestiftet wurde und zugleich als Gründungsort der Stadt München gilt.

In den Jahren nach der Fertigstellung ist es das größte und modernste Museum seiner Art und wird international kopiert. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden bei einem Fliegerangriff 80% des Museums und 20% der Objekte zerstört. Die Wiederaufbauarbeiten gingen nach Kriegsende schnell voran, jedoch dauert es 20 Jahre, bis das Museum wieder seine ursprünglich Größe erreicht hatte.

Das Museum ist mit derzeitig ca. 28.000 ausgestellten Objekten aus rund 50 Bereichen der Naturwissenschaften und der Technik das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt und mit jährlich 1,5 Mio. Besuchern das meistbesuchte Deutschlands. Die Museumsleitung legt großen Wert auf eine verständliche und möglichst lebendige Darstellung von technischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Anhand ausgewählter Beispiele werden die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik sowie deren Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung veranschaulicht

© Jochen Laier / Flickr

Hofbräuhaus

Das Münchener Hofbräuhaus (offizielle Bezeichnung: Staatliches Hofbräuhaus am Platzl) ist ein weltberühmter Bierpalast.

Der Begriff Bierpalast bezeichnet dabei eine besonders im 19. Jahrhundert in Deutschland populäre Gaststättenform. Charakteristisch für Bierpaläste sind die Ausmaße der Gebäude, die in ihrer Größe teilweise an Industriegebäude erinnern. Bierpaläste hatten zu damaliger Zeit einen stark repräsentativen Zweck.

Das Münchener Hofbräuhaus wurde am 27. September 1589 vom bayerischen Herzog Wilhelm V. als Brauerei zur Versorgung für den Wittelsbacher Hof und dessen Bedienstete in Auftrag gegeben. Daher stammt auch der Name Hofbräuhaus. Grund für den Bau waren die hohen Kosten für die Bierbeschaffung aus Mittel- und Norddeutschland.

Aufgrund steigender Produktionsmengen des Hauses wurde die Brauerei 1896 aus Platzmangel in den Stadtteil Haidhausen ausgelagert; das Hofbräuhaus wurde zur reinen Gaststätte umfunktioniert. Die Brauerei zog 1988 ein zweites Mal um und ist nun im Münchener Stadtteil Riem in der Hofbräuallee ansässig. Im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört wurde das Hofbräuhaus von Grund auf neu gebaut und 1958 feierlich eingeweiht. Nach einem Pächterwechsel fand 2004 eine aufwändige Renovierung der „Trinkstube“ statt, welche daraufhin als „Bräustüberl“ wiedereröffnet wurde.

Das Münchener Hofbräuhaus zieht jährlich Millionen von Besuchern an. Hier kann man bei einem Bier und Weißwurst Gamsbart, Dirndl und andere bayerische Klischees beobachten. Mit täglich bis zu 35.000 Gästen, von denen die Hälfte Stammkunden sein sollen, ist das Hofbräuhaus zudem eine wichtige Steuerquelle für den Staat Bayern. Eine 2004 in Las Vegas erbaute, orginalgetreue Nachbildung, die unter Lizenz betrieben wird, zeugt von der weltweiten Berühmtheit des Bräustüberls.

Das Hofbräuhaus erstreckt sich über zwei Etagen, hat mehrere Festräume und bietet insgesamt bis zu 3.000 Menschen Platz. Im Sommer dient der Innenhof als Biergarten. Seit seiner Gründung sind viele bedeutende Persönlichkeiten ins Münchener Hofbräuhaus eingekehrt, u.a. Wolfgang Amadeus Mozart, Sissi von Österreich und Lenin.

© Fritz Geller-Grimm / Wikimedia Commons

Olympiapark

Der Bau des Münchener Olympiaparks wurde 1968 in Auftrag gegeben, nachdem die Stadt den Zuschlag für die Ausrichtung der XX. Olympischen Sommerspiele bekommen hatte. Nach vier Jahren Bauzeit wurde der Park 1972 fertig gestellt.

Der Name Olympiapark wurde von einer städtischen Kommission vorgeschlagen, da der Name am besten dem gewählten Konzept „Olympische Spiele im Grünen“ Rechnung trug. Im Gegensatz zu vielen anderen Olympischen Stätten wird der Münchener Olympiapark bis heute rege genutzt. Er ist Austragungsort für diverse sportliche, gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Veranstaltungen, wie z.B. Gottesdienste. Obwohl sich die Bezeichnung „Olympiapark“ bis heute im alltagssprachlichen Gebrauch hält, existiert kein offizieller Name für das Areal. Es wird vielmehr in verschiedene Bereiche unterschieden: das Olympiagelände, das Olympische Dorf, die Olympia-Pressestadt und der Olympiapark.

Auf dem Münchener Olympiagelände befinden sich verschiedene Sportstätten wie z.B. die Olympiahalle, das Olympia-Eissportzentrum und das Olympiastadion, welches bis vor wenigen Jahren das Heimstadion des FC Bayern München war und heute für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird. Zudem befindet sich auf dem Olympiagelände eines der Wahrzeichen des Olympiaparks, der 291,58 Meter hohe Olympiaturm. Besucher haben die Möglichkeit, das auf 200 Metern Höhe befindliche Museum „Rock Munich“ zu besuchen.

Das Olympische Dorf wird heute in zwei Einheiten untergliedert, das „Oberdorf“ und das „Studentendorf“. Beide Teile werden als öffentlicher Wohnraum genutzt und bieten mehreren tausend Menschen Unterkunft. Ebenfalls Wohngebiet ist heute die Olympia-Pressestadt mit dem Olympiaeinkaufszentrum.

Südlich des Olympiageländes befindet sich der Münchener Olympiapark, der mit 160 Hektar zu den größten Grünanlagen der Stadt zählt. Neben dem Olympiaberg und dem Olympiasee befindet sich ein Amphitheater im Park, in dem im Sommer regelmäßig Konzerte stattfinden. Im Jahre 2006 wurde im Olympiapark zudem das Sea Life Munich eröffnet.

Neben dem Münchener Olympiaturm ist die von Frei Otto entworfene Zeltdachkonstruktion ein Wahrzeichen des Olympiaparks. Zur Zeit ihrer Errichtung galt die die 74.800qm große, auf 58 Stahlmasten hängende und aus lichtdurchlässigem Plexiglas bestehende Konstruktion als optische und statische Sensation. Sie symbolisiert das Flüchtige und Wandelbare in der Welt.

Der Münchener Olympiapark verfügt über sehr gute Verkehrsanbindungen, sowohl für den Individualverkehr, als auch für Besucher, die auf öffentliche Transportmittel angewiesen sind.

© Konstantin Zamkov / Flickr

Marienplatz und Rathaus

Der Münchener Marienplatz liegt im Kreuzungspunkt der beiden wichtigsten Verkehrsachsen Münchens, der Nord-Süd-Achse und der Ost-West-Achse, und ist seit seiner Gründung durch Heinrich den Löwen im Jahre 1158 das Zentrum der Stadt.

Der Platz hatte besonders in den vergangenen Jahrhunderten enorme Bedeutung für die Stadtentwicklung, was an der sternenförmigen Struktur Münchens zu erkennen ist. Auch heute noch ist der Marienplatz Ursprungskoordinate für mehrere Landvermessungen. So beziehen sich z.B. die Entfernungsangaben auf den Entfernungstafeln der Autobahnen auf die Mariensäule.

Auf und um den Marienplatz herum gibt es einige Sehenswürdigkeiten. Besonders bekannt ist die „Patrona Bavaria“, die 1638 erbaute Mariensäule, die als Schutzheilige Bayerns verehrt wird. Die Säule zeigt die gekrönte Gottesmutter Maria, stehend auf einem Sichelmond, in der linken Hand ein Zepter und in der rechten Hand das Christuskind haltend. Ihr Ursprung liegt im Dreißigjährigen Krieg, in dem Kurfürst Maximilian I. das Gelübde ablegte, ein „gottgefälliges Werk“ errichten zu lassen, falls München und Landshut vom Krieg verschont blieben. Seit ihrer Fertigstellung wurde sie immer wieder von hohen geistlichen Würdenträgern besucht, unter anderem Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. Auch heute hat die Münchener Mariensäule nichts an ihrer spirituellen Bedeutung verloren. Jeden Samstag wird der Rosenkranz gebetet und es finden Prozessionen statt.

Im Osten wird der Marienplatz vom Alten Rathaus begrenzt, welches Ende des 15. Jahrhunderts im spätgotischen Stil erbaut wurde, und heutzutage als Repräsentationsort des Stadtrates und des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt fungiert. Aufgrund mangelnden Platzes und steigender Verwaltungsaufgaben wurde zwischen 1867 und 1909 das Neue Rathaus im Norden des Platzes erbaut. Der im neugotischen Stil erbaute Gebäudekomplex ist Sitz des Oberbürgermeisters, des Stadtrates, Hauptsitz der Stadtverwaltung und verfügt über 400 Zimmer. Das mehrmals täglich erklingende Glockenspiel im Rathausturm ist eines der größten in Europa.

Heutzutage ist der Marienplatz das Zentrum der Fußgängerzone und somit vollkommen verkehrsberuhigt. Als Mittelpunkt des urbanen Münchener Lebens treffen Besucher hier auf zahlreiche Straßenkünstler und finden viele schöne Restaurants und Straßencafés.
Im Neuen Rathaus und auf dem Marienplatz finden in der Regel auch die Empfänge und Ehrungen für erfolgreiche Münchner Sportler und Mannschaften statt. Zur Weihnachtszeit findet der Münchener Christkindlmarkt zwischen dem 1. Advent und Heiligabend auf dem Marienplatz statt.

© digital cat/ Flickr

Englischer Garten

Der Englische Garten in München ist ein Park im Nordosten der Stadt und gehört mit 4,17 Quadratkilometer zu den größten Parkanlagen der Welt.

Der Name leitet sich von den Englischen Landschaftsgärten ab, die der Konzeption des Parks als Vorbild dienten. Der Englische Garten folgte einer zeitgenössischen neuen, dem Vorbild der Natur folgenden Stilistik und grenzte sich in seiner Gestaltung von den damals vorherrschenden geometrischen „französischen“ Barockgärten deutlich ab.

Im Park gibt es einige sehenswerte Bauwerke, wie z.B. das Rumfordhaus, ein klassizistisches Gebäude im Südwesten des Parks, benannt nach dem Reichsgraf Rumford, oder der Chinesische Turm, ein 1789/1790 erbauter, 25 Meter hoher Holzbau im Stil einer Pagode. Der Entwurf stammt von Joseph Frey von Johann Baptist Lechner.

Am Chinesischen Turm befindet sich mit 7.000 Sitzplätzen der zweitgrößte Biergarten Münchens. In der Adventszeit findet hier auch ein kleiner Christkindlmarkt statt. Der Monopteros, ein ca. 16 Meter hoher Rundtempel im griechischen Stil, der 1832 unter König Ludgwi I. gebaut wurde, befindet sich ebenfalls hier.

Anlässlich der Olympischen Spiele 1972 und der seitdem bestehenden Städtepartnerschaft mit dem japanischen Sapporo, dem Austragungsort der Winterspiele 1972, wurden am südlichen Ende des Englischen Gartens ein japanisches Teehaus und ein japanischer Garten erschaffen. Das Teehaus ist Veranstaltungsort der regelmäßig stattfindenden traditionellen japanischen Teezeremonie. Zudem findet dort jedes Jahr ein „Japanfest“ statt.

© Sapphireblue / Flickr

Frauenkirche

Der Münchener Dom zu unserer Lieben Frau ist das Wahrzeichen der bayerischen Landeshauptstadt und wird auch „Frauenkirche“ genannt.

Der spätgotische Backsteinbau wurde zwischen 1468 und 1488 erbaut, ist derzeitig Kathedralkirche des Erzbischofs von München und Freising und befindet sich in der Münchener Altstadt. Das Gotteshaus gilt als das letzte Hauptwerk in der Tradition der spätgotischen bayerischen Stadtpfarrkirchen mit ihrem schlichten, verhaltenen Stil.

Die beiden fast 100 Meter hohen Türme mit ihren charakteristischen Hauben sind von weit her sichtbar, was daran liegt, dass die Stadtverwaltung den Bau von Gebäuden mit einer Höhe von über 100 Metern im Stadtgebiet nicht erlaubt. Die so genannten „Welschen Hauben“ auf den Türmen, auch als „Zwiebelhauben“ bezeichnet, gehen auf den vermeintlichen „Tempel Salomos“ in Jerusalem zurück.

Die Kirche ist für einen Bau im Stile der Gotik auffällig nüchtern. Grund dafür ist die schwere Beschädigung der Frauenkirche im Zweiten Weltkrieg und ihr Wiederaufbau in der Nachkriegszeit auf eine sehr sachliche Art und Weise. Die Kathedrale bietet im Inneren 20.000 stehenden Menschen Platz. Einen sehr schönen Blick über München hat man vom Südturm aus, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

© Würfel / Wikimedia Commons

Pinakothek

Auf dem Kunstareal in der Münchener Maxvorstadt befinden sich die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne.

Das Gebäude der Alten Pinakothek München stammt aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts
und war nach ihrer Fertigstellung der größte Museumsbau der Welt. Die Architektur hob sich
für die damalige Zeit deutlich von den gängigen schlossartigen Museumsbauten ab. Da die
äußere Gestaltung der Pinakothek in engem Zusammenhang mit Funktion und Gliederung des
Gebäudes stand und der Bau bautechnisch wie konzeptionell für damalige Zeiten weit
fortgeschritten war, diente die Alte Pinakothek als Vorbild für Galerien in Rom,
St. Petersburg und Kassel.
Die Ausstellung beinhaltet mehrere tausend Gemälde von Malern des Mittelalters bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, welche alle Teil der bayerischen Staatsgemäldesammlungen sind. Die Anfänge der Sammlung lassen sich bis auf 1528 datieren. Es finden sich Werke der altniederländischen, altdeutschen, flämischen, italienischen, spanischen und französischen Malerei.

Gegenüber der Alten Pinakothek befindet sich die Neue Pinakothek mit Werken des späten 18., des gesamten 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts. Neben Gemälden und Skulpturen des Klassizismus und der Romantik befinden sich Werke des Jugendstils und des Impressionismus in der mehr als 6000 Objekte umfassenden Sammlung. Im Jahre 1851 eröffnet wurde die Neue Pinakothek während des Zweiten Weltkrieges so stark beschädigt, dass man sich für deren Abriss und einen anschließenden Neubau im Stile der Postmoderne entschied.

Die Pinakothek der Moderne komplettiert als drittes Museum mit Werken des 20. und 21. Jahrhunderts das Kunstareal. Sie wurde 2002 eröffnet und beherbergt unter ihrem Dach vier voneinander unabhängige Museen, die verschiedene Bereiche der Kunst grenzüberschreitend vor Augen führen: die Sammlung Moderne Kunst, die Neue Sammlung, das Architekturmuseum der Technischen Universität München und die Staatliche Graphische Sammlung. Diese Konstellation ist weltweit einzigartig.

Die meisten Münchner Museen kosten übrigens sonntags keinen Eintritt.

© charlotteshj / Flickr

Bavaria Filmstadt

Die Bavaria Filmstadt befindet sich auf dem Gelände des Hauptsitzes der Bavaria Film in Geiselgasteig, einem Ortsteil der Gemeinde Grünwald.

Die Filmstadt bietet drei voneinander unabhängige Attraktionen: Das Filmkino, das 4-D-Erlebniskino und die Stuntshow. Anstoß zum geschäftsmäßigen Betrieb der Filmstadt war eine Ausstellung von Kulissen und Modellen aus dem Film "Das Boot". Das Interesse war so stark, dass am 1. August 1981 die erste Saison der Filmstadt mit regelmäßigen Touren eröffnet wurde. Weitere Höhepunkte der Filmtour waren die Kulissen aus den Welterfolgen "Die Unendliche Geschichte" und "Enemy Mine".

Die Filmtour ist immer noch die Hauptattraktion der Filmstadt. Je nach Tour sind verschiedene Requisiten zu sehen z.B. Außenkulissen aus der Serie "Marienhof", aus Michael "Bulli" Herbigs "Wicki und die starken Männer", Innenkulissen aus "(T)Raumschriff Surprise – Periode 1", "Die Wilden Kerle 5" und "Der Baader Meinhof Komplex", Figuren aus "Die Unendliche Geschichte", Kulissen aus "Asterix und Obelix gegen Cäsar" sowie aus der Telenovela "Sturm der Liebe". Den Teilnehmern wird zudem die Möglichkeit geboten, in den Kulissen kurze Szenen zu drehen, die dann am Ende in einem Kurzfilm gezeigt werden.

Im 4-D-Erlebniskino wird ein 5 Minuten langer computeranimierter Film in 3-D gezeigt.
Die 4. Dimension sind dann die sich passend zum Film bewegenden Sitzreihen und Spezialeffekte wie Wind und Nebel. Der Ton wird durch eine speziell entwickelte Technik beigesteuert, mit dem Ziel eine virtuelle akustische Umgebung zu schaffen.

Die Stuntshow ist in einer 1200qm großen Halle untergebracht, die 500 Zuschauern Platz bietet. Thematisiert wird eine Polizei-Gangster-Jagd, die vor einer New Yorker Kulisse spielt und 45 Minuten dauert. Die Stunshow findet allerdings nur in den Sommermonaten statt.

© BMW AG

BMW Welt

München bietet Fans von Autos und Motorrädern ein ganz besonderes Ereignis. In der BMW Welt werden in wechselnden Ausstellungen die aktuellen BMW Modelle präsentiert. Im Technik & Design Atelier im Zentrum der Plaza der BMW Welt heißt es zudem „fühlen, sehen, hören und erleben“ für die Besucher: Hier werden technologische Innovationen ebenso wie die Designphilosophie in Form von interaktiven Exponaten gezeigt.

Jährlich pilgern etwa zwei Millionen Besucher in die BMW Welt im Münchener Olympiapark. Damit gehört sie zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Bayerns. Neben der selbstständigen Besichtigung ist natürlich auch die Teilnahme an verschiedenen Führungen möglich. Dabei wird eine Tour durch alle Bereiche der BMW Welt angeboten, es können jedoch auch Schwerpunkte wie die spektakuläre Architektur der Ausstellungsgebäude oder Führungen speziell für Jugendliche ausgewählt werden. Kinder freuen sich auf das speziell erarbeitete Junior Programm, in dem Kleine und auch etwas Größere an tollen Workshops und Führungen teilnehmen können.

Neben der Ausstellung bietet die BMW Welt auch regelmäßig spannende Veranstaltungen an. Dazu gehören zum Beispiel Theater- und Musikevents, Faschingspartys und Modenschauen – der Veranstaltungskalender bietet regelmäßig neue Ereignisse. Zusätzlich können Besucher dabei zusehen, wie Autokäufer ihren neuen Wagen in Empfang nehmen.

Öffnungszeiten:
Die BMW Welt ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Nur an den Weihnachtstagen (24. bis 26. Dezember) ist sie geschlossen.


© Lebemann zu Schwabing / Flickr

Viktualienmarkt

Das lateinische Wort „Viktualien“ ist Namensgeber dieses, sich in der Altstadt von München befindenden, ständigen Lebensmittelmarktes.

Den Viktualienmarkt am heutigen Ort gibt es seit 1807. Davor fand der Markt auf dem Schrannenplatz, dem heutige Marienplatz, statt, der sich jedoch im Laufe der Zeit für den Handel mit Getreide und anderen Agrarerzeugnissen als zu klein erwies. Auch an seinem neuen Ort wuchs der Handel rasant und so erreichte der Viktualienmarkt bereits 1890 seine heutige Größe.

Seit den 1950er Jahren entwickelte sich der Viktualienmarkt zu einem Feinschmeckermarkt. Auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern beherbergt er heute 140 Firmen, die Brot, Blumen, Früchte, Fisch, Fleisch, Molkereiprodukte, Säfte, Kunsthandwerk und vieles mehr anbieten, und auf sieben Abteilungen verteilt sind.

Der Münchener Viktualienmarkt besteht größtenteils aus festen Ständen und findet täglich, außer an Sonn- und Feiertagen, statt. Der Markt ist zudem Veranstaltungsort verschiedener traditioneller Events. Dazu gehört unter anderem der Faschingsstart am 11.11. um 11:11 Uhr und die Eröffnung der Spargelsaison Mitte April. Im Volksmund wird der Markt auch „die gute Stube von München genannt“. Das Preisniveau liegt aufgrund der Bekanntheit des Marktes über dem Durchschnitt.

Wer ein Urgestein des Münchener Viktualienmarktes kennen lernen möchte, der begibt sich zum Stand von Elisabeth Forstner, besser bekannt als „Bäcker-Liesl“. Seit 1950 steht die mit 84 Jahren älteste Standl-Frau auf dem Markt und bietet ihre Backwaren an.

© digital cat/ Flickr

Odeonsplatz

Der Odeonsplatz liegt in der Altstadt Münchens. Benannt wurde er nach einem Konzertsaal, dem Odeon, den Ludwig I. an der Südwestseite des Platzes bauen ließ.

Am Odeonsplatz befinden sich einige der Münchener Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Stadtresidenz. Sie war lange Zeit das Stadtschloss der bayerischen Herrscherfamilie der Wittelsbacher. Die Residenz ist eine Mischung aus Stilmitteln der Renaissance, des Barock, des Rokoko und des Klassizismus. Im Inneren des Gebäudekomplexes befinden sich sieben Höfe, die von verschiedenen Herrschern zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert angelegt wurden. Durch die Sammelleidenschaft der bayerischen Herrscher hat sich über die Jahrhunderte eine große Sammlung von Juwelen und Goldschmiedewerken, Email-, Kristall- und Elfenbeinarbeiten angehäuft, die in der Schatzkammer besichtigt werden kann.

Ein weiteres architektonisches Highlight ist die Theatinerkirche. Sie wurde gebaut, nachdem Henriette Adelheid von Savoyen, die Gemahlin des Kurfüsten Ferdinand Maria, 1659 ein Gelübde ablegte, wonach sie sich verpflichtete, als Dank für die Geburt eines Erbprinzen die „schönste und wertvollste Kirche“ errichten zu lassen. Nachdem der Thronfolger 1662 geboren wurde, fand die Grundsteinlegung ein Jahr später statt. Die Münchener Theatinerkirche ist die erste Kirche nördlich der Alpen, die im Stile des italienischen Spätbarock gebaut wurde.

Das im Westen gelegene Palais Leuchtenberg ist ein zu Anfang des 19. Jahrhunderts erbauter ehemaliger Stadtpalast. Das Gebäude im Stil der Neorenaissance wurde nach Fertigstellung für repräsentative Zwecke genutzt und ist heute Sitz des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Münchener Feldherrnhalle am südlichen Ende des Odeonplatzes. Sie wurde zwischen 1841 und 1844 nach dem Vorbild eines Florenzer Arkadenbaus gestaltet.

Der alljährliche Umzug der Trachten- und Schützenvereine zum Oktoberfest verläuft am Odeonsplatz vorbei.

© Tony Castle / Wikimedia Commons

Schloss Nymphenburg

Das Schloss Nymphenburg, ein zwischen München-Mitte und -Nordwest liegender, prunkvoller Barockbau, zählt zu den großen Königsschlössern Europas.

Es wurde 1664 vom damaligen Kurfürsten Ferdinand Maria in Auftrag gegeben und um 1679 fertig gestellt. Es sollte ein Geschenk an seine Frau sein, die ihm kurz zuvor einen lang ersehnten Thronerben, Max Emanuel, geschenkt hatte. Max Emanuel hatte dann später auch wesentlichen Anteil an der Erweiterung des Schlosses bis zu seiner heutigen Dimension.

Das Schloss war lange Zeit Sommerresidenz eines der ältesten deutschen Adelsgeschlechter, den Wittelsbachern. 1918 kam das Schloss Nymphenburg in Staatseigentum, jedoch wurde den Wittelsbachern ein begrenztes Wohnrecht eingeräumt, das vom jeweiligen Oberhaupt der Familie genutzt wird (derzeitig Max von Bayern). Das Innere des Schlosses wurde ursprünglich im Stile des Barock gebaut, weist jedoch heutzutage durch mehre Umbauten auch Elemente des Rokoko und des Klassizismus auf. Das Schloss Nymphenburg beherbergt einige Museen: das Marstallmuseum, mit einer der bedeutendsten Kutschensammlungen Europas, das Porzellanmuseum München und das Museum Mensch und Natur.

Zum Nymphenburger Schloss gehört der Nymphenburger Schlosspark, der, aufgrund der Verknüpfung von formalem Garten und Landschaftspark, eines der größten und bedeutendsten Gartenkunstwerke Deutschlands ist. Neben den Gartenanlagen bietet der Park auf seinen 180 Hektar Fläche mehrere Seen, Flüsse, Fontainen, Skulpturen, Statuen und ein halbes Dutzend Parkburgen.

© Allie_Caulfield / Flickr

Karlsplatz

Die offizielle Bezeichnung des Münchener Karlsplatzes stammt von dem Pfälzer Kurfürsten Karl Theodor, der an dieser Stelle den Festungsgürtel sprengte und die Stadterweiterung vorantrieb.

Da der Kurfürst bei den Münchenern allerdings sehr unbeliebt war, nennen sie den Platz bis heute „Stachus“, nach einem Gastwirt mit Namen Eustachius Föderl, der an diesem Platz eine Gaststätte mit Biergarten namens „Stachusgarten“ betrieb.

Der Stachus galt früher als der verkehrsreichste Platz Europas. Daher kommt das heute noch gebräuchliche Münchener Sprichwort „Das geht ja zu wie am Stachus“. Seitdem der Ostteil des Platzes zur Fußgängerzone erklärt wurde, ist es zwar deutlich ruhiger geworden, jedoch ist er immer noch einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Münchens.

Ein sehr sehenswertes Bauwerk am Platz ist das Karlstor, welches früher eines der vier Tore der Münchener Stadtmauer war und auf dem Weg vom Karlsplatz in Richtung Marienplatz liegt. Der in der Mitte des Stachus gelegene Brunnen ist sowohl geschätzter Treffpunkt für Einheimische als auch beliebtes Postkartenmotiv für Besucher der Stadt.

Das unter dem Platz gelegene Einkaufszentrum wird „Stachusbauwerk“ genannt. Die „Rondellbauten“, die den Platz halbkreisförmig umschließen, stammen aus der Jahrhundertwende um 1900 und wurden nach dem Vorbild italienischer Architektur erbaut.

© BMW AG

BMW Museum

Das BMW Museum in München vermittelt Geschichte zum Anfassen. Seit seiner Neueröffnung im Jahr 2008 können Besucher dort die die Historie, Gegenwart und Zukunft der Marke BMW erleben. Herzstück des Museums ist die Dauerausstellung: Auf der 5.000 m² großen Ausstellungsfläche sind rund 125 der wertvollsten und attraktivsten Automobile, Motorräder und Motoren der Marke zu bestaunen. Im Gegensatz zu vielen anderen Museen ist die Dauerausstellung nicht chronologisch, sondern vielmehr thematisch aufgebaut. Dadurch entdecken Besucher auf ihrem Weg durch die beeindruckende Museumsarchitektur die Entwicklungslinien der verschiedensten Bereiche wie Design, Motor und Motorsport auf ganz besondere Art und Weise.

Neben der Dauerausstellung zeigt das BMW Museum verschiedene Wechselausstellungen, die regelmäßig andere Schwerpunkt-Themen behandeln. Auch jüngere Besucher kommen im BMW Museum voll auf ihre Kosten. Mit dem Junior Museum bietet es für Kinder und Jugendliche ein spezielles Programm, dessen pädagogisches Konzept auf spielerisches Entdecken setzt. So lernen bereits die Kleinsten das Thema Mobilität auf kindgerechte Art und Weise kennen.

Auch das BMW Museum selbst hat bereits Geschichte geschrieben, denn es ist eines der ältesten Automobilmuseen Deutschlands. Es wurde 1973 nach der Idee des Architekten Karl Schwanzer erbaut und steht seit 1999 unter Denkmalschutz.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag sowie Feiertags: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag: Ruhetag

Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

Schließungstage: 24.-26.12. / 31.12. / 01.01.


© Seph Swain / Flickr

Starkbierzeit

Das Oktoberfest ist berühmt-berüchtigt in der ganzen Welt, die Starkbierzeit bedauerlicherweise weniger. Sie gilt als die fünfte Jahreszeit im südlichen Bayern, beginnt zwei Wochen nach Aschermittwoch und endet an Ostern.
Die historische Geburtsstunde der Starkbierzeit liegt ihm Jahre 1651. In diesem heiligen Jahr beschlossen die Paulaner Mönche in ihrer Not, um das alljährliche Fasten etwas erträglicher zu machen, den Bierkonsum zu erlauben und für den Anlass ein besonders schweres und nahrhaftes Bier zu brauen.
Diese Tradition wurde bis heute aufrechterhalten, ist allerdings eher ein „internes“ Fest für echte Münchner.
Zu den klassischen Stark- oder auch Bockbieren gehören u. a. das Paulaner Salvator.
Das Schorschbock 31 ist mit einem Alkoholgehalt von 43 % eines der stärksten Biere der Welt und für viele sicher bereits ungenießbar.
Die bekanntesten Ausschankstätten im Rahmen der Starkbierzeit sind der Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, das Paulaner am Nockherberg und das Unionsbräu Haidhausen.